Werkschau

Exhibit: 3.8 Die Hütte des Wächters
3.8

Die Hütte des Wächters

Esther Grönke, Nora Kothe / Prof. Marcus Kaiser / Innenarchitektur
Die Hütte des Wächters

Die Grundlage dieses Projekts war eine reale, verlassene Hütte in den Trierer Weinbergen. Hier wurde im Jahr 1830 der Eiswein entdeckt – von Wilhelm, dem Wächter des Weinbergs, der in jenem Winter in der besagten Hütte saß und darauf wartete, dass die Trauben die perfekte Temperatur erreichten. Bei der neu entstandenen Architektur handelt es sich um eine Holzrahmenkonstruktion, die sowohl als Informationsstätte mit Verkostungsmöglichkeit dienen soll als auch als Ort des Verweilens für Wanderer – so wie einst für Wilhelm. Die drei Nutzungsbereiche sind klar voneinander getrennt und werden über unterschiedliche Deckenhöhen räumlich erfahrbar gemacht. Der niedrigste Bereich beherbergt den Museumsraum und vermittelt durch seine Enge die Atmosphäre der ursprünglichen Hütte. Ein Fenster auf derselben Höhe wie im Bestand ermöglicht den Blick in die Landschaft aus Wilhelms Perspektive und verknüpft Vergangenheit und Gegenwart. Auch die ausgewählten Materialien – Holz und Stein – nehmen direkten Bezug auf die ursprüngliche Hütte. Das eingesetzte Eisblau nimmt symbolisch Bezug auf den namensgebenden Eiswein und lässt die Geschichte des Ortes in der neuen Architektur weiterleben.

Studierende

Esther Grönke, Nora Kothe