à la carte
temporäre Kantine
Die bestehende Kantine eines in Süddeutschland ansässigen Softwareherstellers muss umfänglich saniert werden. Für die Modernisierung sind drei Jahre veranschlagt, in denen die Bewirtung von gleichzeitig 1000 Mitarbeitern und Kunden nahtlos aufrechterhalten werden muss. Auf dem Firmengelände steht dazu eine derzeit unbebaute Fläche zur Verfügung. Das Konzept leitet sich aus der Idee ab, alle Bauteile sortenrein rückbauen zu können, wodurch eine Nachnutzung in üblichen Bauwerken ermöglicht wird. Dazu ist eine sehr vereinfachte Bauweise notwendig, die gleichzeitig die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Standardisierte Bauteilabmessungen ohne individuelle Produktion sind dabei ebenso grundlegend wie reversible Verbindungen. Außerdem besteht der Anspruch, den CO₂-Ausstoß sowohl in Herstellung, Ein- und Ausbau sowie Transport möglichst gering zu halten. Der Entwurfsansatz hat sich dabei aus der Nachnutzungsstrategie entwickelt. Um eine maximale Multifunktionalität gewährleisten zu können, sollte der Mehrzweck- bzw. Speiseraum stützenfrei konzipiert werden. Die Vor- bzw. Nachnutzung des horizontalen Tragwerks als Sport- oder Mehrzweckhalle stellte sich dabei als idealer, standardisierter Gebäudetypus heraus, welcher zugleich eine fortwährend hohe Nachfrage erfährt.
Studierende
Jonas Müller, Heinrich Schilt